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Wirtschaft in Norwegen

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Wirtschaft in Norwegen

Norwegen ist neben Island die Nation mit dem weltweit höchsten Lebensstandard und gehört zu den reichsten Ländern. Wohlstand und Entwicklung sind erheblichen natürlich vorkommenden Ressourcen zu verdanken, beruhen aber auch auf einer vielfältigen industriellen Umsetzung und Entwicklung.

Erdöl und Erdgas

Einen großen Teil seines Reichtums verdankt das skandinavische Land seinen in den 60er Jahren entdeckten Erdölvorkommen. Norwegen ist Europas zweitgrößter Erdölproduzent. Im Bereich des Erdgases liegt man auf Platz vier. Im Vergleich der weltweit geförderten Menge an Erdöl belegt das Land lediglich Platz dreizehn, mit etwa 3 Prozent. Die Firma Statoil, mit Sitz in Stavanger, ist das umsatzstärkste private Unternehmen in Norwegen. Mit einem Jahresumsatz von etwa 80 Milliarden US-Dollar ist Statoil ein „Global Player“ der Öl- und Gasindustrie. Insgesamt gesehen ist die Fördermenge an Öl und Gas seit dem Jahr 2001 rückläufig und Norwegen bereitet sich langfristig auf die Zeit nach der Erdölforderung vor. Hierzu werden große Teile von Erlös und Gewinnen in einem Ölfonds gesammelt.

Fischerei

fischkutter

Die Fischerei ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Eine weitere wichtige Industrie in Norwegen ist naturgemäß der Fischfang. Als eine der größten Fischereinationen der Welt, trägt dieser Wirtschaftszweig rund 5 Prozent zum norwegischen Außenhandel bei. Gefangen werden Dorsch, Makrele, Schellfisch, Hering und Garnelen. In den letzten Jahren gewinnt der Bereich der Fischzucht in Form von sogenannten Aquakulturen immer mehr an Bedeutung. Gezüchtet werden vorwiegend Lachs und Kabeljau.

Metallverarbeitende Industrie

Von großer wirtschaftlicher Bedeutung der Industrie Norwegens ist auch die Metallverarbeitung. Zwar müssen die Rohstoffe für die Aluminiumproduktion importiert werden, doch liegt der Anteil an der weltweiten Fertigung bei 4 Prozent. Norwegen verfügt über Eisen- und Stahlfabriken. Die norwegische Schiffsfertigung ist zwar seit Jahren rückläufig, dennoch machen Schifffahrt, Schiffbau und damit verbundene Branchen immer noch den zweitgrößten Wirtschaftszweig aus.

Tourismus

Eine immer wichtigere Rolle in Norwegens Wirtschaft spielt der Tourismus. Die eindrucksvolle Natur, beispielsweise die Fjordlandschaften, die Lofoten und das Nordkap, ziehen Jahr für Jahr Millionen Besucher an. Norwegen ist Wintersport-Mekka und Angelparadies.

Erneuerbare Energien, Softwareentwicklung und sonstige Industrie

98 Prozent der elektrischen Energie werden in Norwegen durch Wasserkraft gewonnen. Zu diesem Zweck wurden in der Vergangenheit viele kleine, dezentral gelegene Wasserkraftwerke errichtet, um eine flächendeckende Stromversorgung zu gewährleisten. Gut ausgebaute Stromkuppelstellen und Kabelleitungen ermöglichen eine umfangreiche Strombelieferung an weitere Länder. Andere erneuerbare Energien, wie die Windkraft, gewinnen erst nach und nach an Bedeutung, aber Techniken im Bereich Energiegewinnung und die Softwareentwicklung haben großes Potential innerhalb der Industrie Norwegens. So stammt beispielsweise der Internetbrowser Opera aus Norwegen. Textilien, Zellstoff- und Papierproduktion sowie Bergbau sind weitere Zweige der Industrie in Norwegen.

 
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